16. Oktober 2017

SuBventur / 16.10.2017

Ausnahmsweise erscheint die SuBventur in diesem Monat einen Tag später, aber ich hatte ja immerhin den besten Grund überhaupt, warum ich keine Zeit hatte :). Die Buchmesse steckt mir allerdings heute noch ganz gewaltig in den Knochen, puuuuuh ...

Was ist die SuBventur? Janna und Kerstin haben diese Aktion im Frühjahr gestartet und es geht darum zu schauen, was sich so auf dem SuB getan hat. Weitere Infos findet ihr direkt auf dem Blog KeJas-BlogBuch der beiden.


Die zweite Septemberhälfte lief trotz einiger Rezensionsexemplare sehr gut, was den SuB-Abbau angeht. Die erste Oktoberhälfte hat sich im Vergleich eher weniger mit Ruhm bekleckert, aber das war absehbar. Ab und zu will das Leben eben anders ... Da bin ich schon froh, wenn es jetzt nicht allzu viele Neuzugänge gibt, denn auch so schrumpft der Stapel natürlich langsam, aber sicher.

Immerhin kann ich langsam daran denken, mein Endziel ins Auge zu fassen. Bevor ihr jetzt Angst bekommt: Nein, ich will meinen SuB nicht aufgeben, dafür mag ich ihn doch zu gern :). Aber so auf eine akzeptable Höhe zwischen zehn und fünfzehn Büchern würde ich ihn schon gern noch bringen.

Einfach so auf eine Menge, dass ich das Gefühl habe, es ist eine angenehm überschaubare Auswahl an Büchern da. Ihn komplett zu reduzieren - das habe ich schon letztes Jahr im Herbst einmal versucht, ist mir aber nur für kurze Zeit wirklich gelungen ... Da ist es sinnvoller, ihn auf einer "guten" Höhe zu halten :).

SuBventur Stand 16.10.2017

Insgesamt: 20 (5 weniger seit dem Vormonat)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

01. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
02. Melanie Lahmer - Knochenfinder
03. Sarah J. Maas - Empire of Storms
04. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
05. Sebastian Fitzek - Das Paket
06. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
07. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
08. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
09. Wulf Dorn - Trigger
10. Ursula Poznanski - Aquila
11. Michelle Birkby - The Women of Baker Street
12. Karen Chance - Blutrot
13. Sebastian Fitzek - Noah
14. Sebastian Fitzek - Der Seelenbrecher (NEU)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Martina Richter - Mopsnacht
17. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness
18. Rainbow Rowell - Fangirl
19. Graham Moore - The Sherlockian
20. Marc-Uwe Kling - QualityLand (NEU)



Abgänge

Vom SuB: Andreas Gruber - Todesreigen ⭐️⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Andreas Gruber - Jakob Rubinstein ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Andreas Gruber - Der fünfte Erzengel ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuE: Veit Heinichen - Scherbengericht (Rezension hier)
Vom SuE: John Boyne - The Boy at the Top of the Mountain (Rezension hier)
Vom SuE: Jeanne Ryan - Nerve ⭐️⭐️⭐️

Vom SuH: Mona Kasten - Coldworth City ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuR: Perry Rhodan Terminus Miniserie Terminus 9 - 12



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Dan Brown - Origin

Vom SuE: Jennifer Wellen - Lost in Pain



Fazit / Erkenntnis

In Zukunft wird es bei Janna und Kerstin die SuBventur nur noch einmal im Quartal geben. Wenn ich ehrlich bin, kommt mir das durchaus entgegen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob alle drei Monate nicht eine etwas lange Pause ist, aber wer weiß das schon so genau ...

Auf jeden Fall wird das in der Liste und meinen Aufzeichnungen in den Google Docs einige Änderungen bedeuten. Wie ich mit Büchern umgehe, die dann vielleicht zwei Monate auf meinem SuB liegen, weiß ich auch nocht nicht. Strenggenommen wären sie "Durchzügler", aber irgendwie auch wieder nicht. Egal, lassen wir uns überraschen :).

Wenn ihr euch außerdem wundert, dass die Anzahl meiner Neuzugänge nach der Buchmesse so niedrig ist: Ich habe tatsächlich kein Buch gekauft in den vergangenen fünf Tagen, lediglich eines geschenkt bekommen. Ich war zwar ein, zweimal in Versuchung, etwas zu kaufen (Das geht nämlich, wenn die Autoren am Stand sind), habe aber dann doch zurückgeschreckt.

Ich habe mein Geld allerdings ein bisschen in Handlettering-Utensilien und andere nette buchige Sachen gesteckt. Keine Sorge, die zeige ich schon, aber heute am Tag 1 nach der FBM bin ich doch ganz schön durch den Wind - und daher muss das noch ein bisschen warten ...

9. Oktober 2017

Der Leseratz ist wieder in Frankfurt!

Ihr Lieben, die nächsten Tage wird es hier wieder etwas ruhiger, denn - die Frankfurter Buchmesse 2017 steht vor den Türen :). Und ich werde zumindest zwei Tage durch die "heiligen Hallen" schwirren ...


Bis jetzt habe ich für Donnerstag und Freitag noch nicht groß etwas geplant, lediglich zwei Veranstaltungen sind fix. An von den Verlagen organisierten Bloggertreffen nehme ich nicht teil, daher freue ich mich schon darauf, relativ spontan zu entscheiden.

Dieses Jahr ist das Angebot an Autoren bzw. Lesungen ja so enorm wie (gefühlt) schon lange nicht mehr, ich habe mich zwar nicht wirklich schlau gemacht, aber an der Werbung für die eine oder andere Veranstaltung kommt man ja nicht unbedingt vorbei. Ein Eckpunkt ist für mich auf jeden Fall die Buchpräsentation von "Origin" am Samstag Abend, weil ich die Karte dafür geschenkt bekommen habe :).

Am Wochenende bin ich wahrscheinlich am BuchmesseCon anzutreffen, da mich der Wirbel am Samstag auf dem Messegelände ehrlich gestanden nicht mehr reizt. Bei aller Liebe zur Messe, aber die Menschenmengen sind an den Publikumstagen schon auch sehr, sehr anstrengend ...

Nächste Woche geht es dann wie gewohnt hier mit der SuBventur weiter, die wegen der Messe etwas später als sonst erscheinen wird. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Woche, egal ob ihr an der Leseparty teilnehmen oder euch selbst auf der Messe herumtreiben werdet!

6. Oktober 2017

Rezension John Boyne - The Boy at the Top of the Mountain

Seit "Der Junge auf dem Berg" auf Deutsch erschienen ist, juckte es mich, das Buch zu lesen. Da der Schreibstil nicht so schwer ist, entschied ich mich für die englische Ausgabe als E-Book, die bereits 2015 herausgekommen ist (laut Goodreads). Das hat übrigens durchaus einen Grund, warum ich das erwähne, aber dazu später mehr ...

Zum Inhalt:


Der kleine Pierrot wächst in Frankreich auf, bis 1936 verliert er zunächst seinen Vater, dann auch seine Mutter. Im Waisenhaus bleibt er jedoch nicht lange, denn seine Tante Beatrix erbarmt sich seiner und holt ihn zu sich. Als Hauswirtschafterin hat sie selbst in diesen von Krisen geschüttelten Zeiten einen guten Beruf, doch der Arbeitsplatz ist der Berghof, der legendäre Hof, wo Adolf Hitler zusammen mit Eva Braun immer wieder seine Zeit verbringt ...

Meine Meinung:


Ehe ich auf das Buch eingehe, muss ich noch etwas vorausschicken: Ich habe Boynes "Der Junge im gestreiften Pyjama" nicht gelesen, kenne nur die Verfilmung, deren Ende mich aber durchaus schockiert hat. Mit entsprechend gemischten Gefühlen ging ich an die Lektüre dieses neuen Buchs, in dem Boyne wieder zum Thema Faschismus und Rassismus schreibt, allerdings aus der Sicht der Täter, nicht der Opfer.

In "Der Junge auf dem Berg" (Ich werde jetzt für das bessere Verständnis den deutschen Titel verwenden) entwirft Boyne ein Szenario, wie es in der damaligen Zeit tagtäglich vorgekommen ist: Junge Menschen werden mit nationalsozialistischem Gedankengut so lange gefüttert, bis es für sie normal ist und sie aufhören zu hinterfragen, was sie da eigentlich tun. Etwas, was auch heute nach wie vor ein brandaktuelles Thema ist.

Diese Entwicklung stellt Boyne durch die Figur des Pierrot Fischer dar. Zu Beginn des Buches ist Pierrot sieben Jahre alt und fern von Judenhass und Nazis aufgewachsen. Er lebt in Paris und ist mit dem jüdischen Jungen Anshel befreundet, der im selben Haus wohnt. Da Anshel taub ist, verständigen sich die beiden mit Gebärdensprache, Pierrots kleiner Hund D'Artagnan macht das Gespann komplett.

Von einem Tag auf den anderen ändert sich Pierrots Leben, als auch noch seine Mutter stirbt. Er kommt zunächst in ein Waisenhaus, wo er von einem älteren und kräftigeren Jungen regelmäßig gemobbt wird. Klein und schmächtig wie er ist, hat er dem nicht viel entgegenzusetzen. Pierrot bleibt allerdings nicht lange, denn seine deutschstämmige Tante Beatrix holt ihn zu sich auf den Berghof. Den Berghof auf dem Obersalzberg, den Adolf Hitler immer wieder für seinen Urlaub aufsucht - und es bleibt nicht aus, dass Pierrot, nun Pieter genannt, immer mehr dem Einfluss von Hitler unterliegt ...

Inhaltlich ist "Der Junge auf dem Berg" ein Buch, das schon aufgrund seiner Thematik gute Chancen hat, eine gewisse Zeitlosigkeit zu erreichen. Zwei Aussagen sind mir in diesem Zusammenhang ganz besonders gut in Erinnerung geblieben. Boyne legt beispielsweise Hitler folgenden Satz in den Mund:

"That is why we are here, all of us. To make Germany great again."
56% 

Ein anderer Satz gegen Ende zeigt das ebenso deutlich, wo Pieter Antwort auf einen Brief bekommt:

"You did what any patriot would have done, she wrote, and Pieter read the letter in astonishment, realizing that time might move on, but the ideas of some people never would."
94%

Trotzdem gab es beim Lesen einige Punkte, die mich ein wenig gestört haben.

Da ist einmal der Aufbau der Handlung. Anfangs nimmt sich Boyne viel Zeit, damit der Leser Sympathie für Pieter entwickelt. Die Freundschaft zu Anshel, sein gutes Herz, der Verlust seiner Mutter, seine Reise nach Orléans ins Waisenhaus - das nimmt fast die erste Hälfte des gesamten Buchs ein.

In der zweiten Hälfte jedoch zieht Boyne das Tempo Stück für Stück an, bis der Leser am Ende eigentlich nur noch Ausschnitte von Pieters Leben auf dem Obersalzberg miterlebt. Dies fand ich schon etwas schade, denn auf diese Weise war seine Entwicklung zum jungen Nazi für mich oft nicht so richtig greifbar. Bei einigen Szenen fragte ich mich mehrmals, wie es sein kann, dass Pieter so ganz und gar aufhört, menschlich zu sein ...

Darüber hinaus halte ich die deutsche Altersempfehlung "ab 12 Jahren" für etwas bedenklich, denn "Der Junge auf dem Berg" arbeitet an vielen Stellen nur mit Anspielungen, dezenten Hinweisen, wo ich mir nicht sicher bin, ob man in dem Alter wirklich versteht, was Boyne eigentlich meint. Ich für meinen Teil habe jedenfalls erst mit 14 das erste Mal im Geschichteunterricht gelernt, welche Gräuel Adolf Hitler zu verantworten hatte ...

Das Ende erschien mir im Kontext leider ebenfalls nicht glaubwürdig. Um nicht zu viel zu verraten, werde ich jetzt nicht mehr dazusagen, aber diese letzte Entwicklung kam für meinen Geschmack einfach zu rasch. Sie ist zwar sicher dem Charakter des Jugendbuchs geschuldet, persönlich hätte ich aber ein "erwachseneres" Ende vorgezogen, das sich auch durch diverse Dialoge mit Hitler angeboten hätte ...

Was mir außerdem nicht gefallen hat, waren einige (fehlerhafte) Details. Selbstverständlich trüben sie nicht den Gesamteindruck, aber sie hinterlassen einen etwas schalen Geschmack auf meiner (Leser)Zunge ... Ein Buch wird beispielsweise falsch zitiert, in Frankreich werden Juden mit dem deutschen Wort "Juden" beschimpft (1936 hätte es doch noch "Juif" heißen müssen?), Truthahn wird zum Weihnachtsessen am Berghof serviert?

Wie das in der deutschen Ausgabe umgesetzt bzw. ob das korrigiert wurde, kann ich nicht beurteilen, aber mir ist aufgefallen, dass der Pierrots Name im Deutschen geändert wurde. Aus Fischer wurde Weber, und aus Pieter Peter. Gängige Praxis, wie ich mir sagen habe lassen, aber verstanden habe ich es trotzdem nicht, weil sich mir die Gründe dafür nicht erschließen.

Mein Fazit:


"Der Junge auf dem Berg" ist aufgrund des Themas ein gutes und wichtiges Buch, das aber in meinen Augen in der Umsetzung einige Schwächen aufweist. Das macht in Summe für mich 3,5 Sterne, die ich in Ermangelung eines Halbe-Sterne-Systems mit etwas Bauchweh auf vier Sterne aufrunde.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 226 Seiten
  • RHCP Digital
  • 978-1448196821

3. Oktober 2017

Tops & Flops / 09.2017

Und wieder einmal erscheinen meine Tops & Flops nicht ganz pünktlich zum Monatsbeginn. Aber wenigstens habe ich in diesem Monat eine gute Ausrede, denn #Buchpassion ist schon eine ziemlich geile Aktion gewesen :). Ich hoffe auf jeden Fall auf eine Neuauflage nächstes Jahr!


Der September war im Vergleich zu den Vormonaten wieder etwas schwächer, was die Anzahl der gelesenen Bücher angeht. Aber gut, man kann nicht immer gleich viel Zeit zum Lesen haben - und wenn es jetzt eine so tolle Aktion wie das #handletteringderbuchblogger gibt, kann ich leider nicht anders, als ab und zu das Buch mal zur Seite zu legen.

Aber etwas Positives gibt es hier trotzdem zu sagen: Ich habe wieder mehr gute Bücher gelesen! Zwar ist kein 5 Sterne-Buch dabei (Ihr wisst ja, fünf Sterne vergebe ich eher selten), aber das macht nichts. Gut unterhalten konnten mich gleich mehrere Bücher, die ich gerne weiterempfehle.

Top des Monats: Gelesenes

Der Toptitel des Monats geht dieses Mal an "Todesreigen" von Andreas Gruber. Okay, wahrscheinlich wenig verwunderlich, wenn man weiß, dass ich den Autor zu meinen Lieblingen zähle, aber ich finde es gut, dass dieser vierte Teil der "Todes"-Reihe so anders ist als seine Vorgänger. Das erhält die Spannung und macht auch Lust, sich auf eine längere Wartezeit für die Nachfolger einzurichten.


In meinem letzten Beitrag "Vom SuB befreit" gehe ich noch ein bisschen mehr ins Detail, warum ich wieder einmal mehr oder weniger in das Buch gezogen wurde ;) ...

Ich habe übrigens auch ein wenig ins Hörbuch reingehört, Achim Buch leiht auch dieses Mal Nemez und Sneijder wieder seine Stimme - und Sneijders niederländischen Akzent bekommt er herrlich hin. Wer also lieber hören will: Das Hörbuch ist ebenfalls sehr gut gemacht!

Top des Monats: Gehörtes

Das Top-Hörbuch für den September überrascht wohl auch nicht, wenn man meine Begeisterung für a) Joachim Kerzel und für b) Ken Folletts Kingsbridge-Romane kennt. Mitte des Monats ist der dritte Teil der Reihe "Das Fundament der Ewigkeit" endlich erschienen und ich konnte gar nicht anders, als mein Hörbuch-Guthaben von Audible für diese Geschichte einzusetzen.

Gewöhnlich ziehe ich ja eigentlich ungekürzte Ausgaben vor, aber mit Kerzel und Follett verbindet mich in dieser Zusammenstellung schon eine recht lange Liebe - und da habe ich ausnahmsweise zur gekürzten Variante gegriffen. Wobei "gekürzt" in diesem Fall bedeutet, dass man immer noch gut 15 Stunden Hörspaß bekommt.


Und Kerzel enttäuschte mich auch dieses Mal nicht! Es gab einige Stellen, wo ich beim Hören regelrecht eine Gänsehaut bekam ... Die Geschichte selbst ist ein typischer Follett. Er verwebt gekonnt historische und fiktive Figuren zu einem großen Ganzen und man kann sich an vielen Stellen des Eindrucks nicht erwehren, dass die Menschheit in den vergangenen 450 Jahren nicht unbedingt deutlich klüger geworden ist.

Flop des Monats

Der Flop des Monats kommt dieses Mal ebenfalls aus der Hörbuch-Ecke. Und zwar ist das "Grandhotel Angst" von Emma Garnier. Julia Nachtmann macht zwar als Sprecherin durchaus einen guten Job, konnte aber nicht verhindern, dass ich mich bereits nach kurzer Zeit zu langweilen begann. Der versprochene Mix aus Krimi, historischem Roman und Geistergeschichte wollte bei mir einfach nicht zünden.


Am ehesten wird meiner Meinung nach noch das Versprechen eines historischen Romans eingelöst, aber als Krimi plätscherte die Geschichte einfach nur vor sich hin ... Spannend nenne ich jedenfalls etwas anderes.

Auch die Protagonistin Nell konnte mich mit ihrer Art nicht wirklich für sich einnehmen. Daher habe ich ab der Hälfte ca. das Hörbuch auf erhöhte Geschwindigkeit gestellt, um endlich zu einem Ende zu kommen - und nicht einmal das konnte die Geschichte für mich herausreißen. Wirklich schade, denn die Idee hatte sich für mich durchaus interessant angehört ...

1. Oktober 2017

#Buchpassion - Edition: Lieblingsautorinnen und -autoren

Auch dieses Jahr ist es wieder soweit, Janine von Kapri-zioes ruft zur #Buchpassion auf. Was ist das? #Buchpassion ist es eine Blogparade, wo jeder Teilnehmer zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober seiner Leidenschaft für das Gedruckte Ausdruck verleihen kann.


Dieses Jahr gibt es erstmals ein Thema - es geht um unsere Lieblingsautorinnen und -autoren. Also diese ganz besonderen Autoren, denen wir Leser sehr oft eine Wildcard geben und von denen wir so gut wie alles lesen, was uns von ihnen in die Finger kommt :).

Deswegen habe ich recht spontan beschlossen, alles niederzuschreiben, was ich schon in diesem Zusammenhang gefühlt und getan habe ...



1) Ich weiß das Erscheinungsdatum des nächsten Romans (Das ist bei mir nicht selbstverständlich, weil ich mir so gut wie nie Vorschauen ansehe).

2) Ich warte sehnsüchtig darauf, dass ein neues Buch erscheint.

3) Ich warte manchmal sogar jahrelang, bis ein neues Buch erscheint. Und verzweifle dabei geistig zwischendurch, nur um mich daran zu erinnern, dass gut Ding eben Weile braucht ...

4) Ich gehe mit dem ganz besonderen, gespannten Gefühl in die Buchhandlung, um es zu holen.

5)  Ich bin bereit, dafür mehr Geld auf den Tisch zu legen als üblich, nur um dieses Buch in die Finger zu bekommen.

6) Ich suche nach Leserunden, an denen der Autor teilnimmt und melde mich dafür auch auf neuen Seiten / Portalen / Foren etc. an.

7) Ich lasse alles liegen und stehen, manchmal sogar Rezensionsexemplare, um mich auf das neueste Buch einer Lieblingsautorin / eines Lieblingsautors zu stürzen.

8) Ich verfolge die Webseiten / Social Media-Seiten der AutorInnen recht aufmerksam, um herauszufinden, wann neue Bücher erscheinen bzw. ob es Lesungen in meiner Nähe gibt.

9) Ich fahre einige hundert Kilometer, nur um die AutorInnen einmal live erleben zu können.

10) Ich könnte immer und überall über die Bücher meiner LieblingsautorInnen reden. Noch mehr, als ich sonst über Bücher reden kann.

11) Würde ich im Buchhandel arbeiten, würde ich wahrscheinlich meine Lieblingsautoren häufiger empfehlen als andere.

12) Ich halte meinen LieblingsautorInnen auch die Treue, wenn sie einmal ein Buch geschrieben haben, das mir nicht so gut gefallen hat.

13) Ich konsumiere das Buch einer Lieblingsautorin / eines Lieblingsautors oft in verschiedenen Ausgaben, am häufigsten einmal als Hörbuch und einmal als Print-Ausgabe.



Was macht ihr für eure LieblingsautorInnen? Ich bin schon gespannt auf eure Kommentare, da ich bestimmt einige Dinge vergessen habe :D.

27. September 2017

Handlettering der Buchblogger / 09.2017

Vor einiger Zeit stieß ich bei Nisnis von Nisnis Bücherliebe erstmals auf die Aktion "Handlettering der Buchblogger", die diese zusammen mit Tanja und Leni veranstaltet. Und was soll ich sagen? Meine Neugier war geweckt. Schon eine ganze Weile bewunderte ich Nisnis' schöne Zeichnungen, die sie ungefähr einmal im Monat auf ihrem Blog postet.


Und die Idee gefiel mir, warum nicht Handlettering und Bloggen miteinander verbinden? Zugegeben die Frist bis Ende September war jetzt für das erste Thema etwas kürzer, aber ab und zu reizen mich Herausforderungen durchaus. Denn - ich und Handlettering? Ob ich so etwas auch zusammenbringe?

Das Thema lautete:

Lettere den Titel eines Buches aus deinem Buchregal neu.

Einige Ideen hatte ich schon, wenn auch keine davon dem entspricht, was die meisten so unter Handlettering verstehen ... Wobei ich allerdings gelernt habe, dass es nicht unbedingt um "kalligraphische" Schriften gehen muss. Eigentlich zählt alles zu Handlettering, wo es darum geht, Buchstaben zu zeichnen. Wie man das umsetzt und mit welchen Materialien, ist egal.

Die erste konkrete Vorstellung entstand, als ich abends daheim einen Blick auf mein Bücherregal warf, in dem unter anderem einige Bücher von Ursula Poznanski friedlich nebeneinander "hausen". Die Titel bestehen - bis auf einige Ausnahmen - ja immer aus einem Wort. Und ein einzelnes Wort, hmm ... Der nächste Gedankenschub kam, als ich mir die Titel genauer anguckte und mir dachte, dass ja jeder eine Bedeutung hat, egal ob man die sofort versteht oder erst nachschlagen muss.

Am Ende entschied ich mich für "Layers", obwohl auch ihr aktuelles Buch "Aquila" in die engere Auswahl gekommen ist (Mehr als den Entwurf habe ich aber dafür noch nicht geschafft).

Das Buch

Layers – die Wahrheit ist vielschichtig.

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Von allen Jugendbüchern von Ursula gefällt mir von der Gestaltung her dieses Buch immer noch am besten, habt ihr es schon mal in der Buchhandlung in der Hand gehabt? So richtig toll kommt das ja tatsächlich nur in der Printausgabe rüber ... Layers ist aber auch das englischeWort für Schichten oder Ebenen. Wer mit Grafikprogrammen zu tun hat, weiß, was ich meine :).

Was lag da ferner als zu versuchen, den Titel selbst in solchen Ebenen zu gestalten?

Nach ein paar Entwürfen mit Bleistift am Notizblock (Es lebe der Radiergummi!) hatte ich meine Ebenen endlich so weit, dass man sowohl die Buchstaben als auch die Ebenen als solche erkennen bzw. lesen konnte. Die richtigen Abstände der Ebenen zueinander zu finden, war nämlich doch nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt habe ...


Dann der Übertrag auf weißes Papier, mit Linienblatt dahinter ließ sich das Motiv relativ gut und schnell vorzeichnen. Die nächste Überraschung kam (Nicht vergessen, ich bin ja absoluter Frischling :)) mit den Stiften bzw. dem Papier - ich glaube mir ist noch nie aufgefallen, wie sehr wasserbasierte Filzstifte von Druckerpapier aufgesaugt werden ...


Mit dünnem Fineliner vorzeichnen und mit dem dickerem Stift ausfüllen hat aber immerhin so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Einzig und allein mit dem Papier muss ich mir was überlegen, das macht keinen Spaß, wenn man an den Ecken immer so dicke Punkte hat, wo man den Stift ansetzt.

Da ich mir aber vorgenommen hatte, das Motiv zu digitalisieren, dachte ich mir, kann ich es ja noch ein bisschen nachbessern :). Und das ist jetzt das fertige Ergebnis:
Ich schätze, für mein allererstes Mal braucht es sich nicht zu verstecken. Was meint ihr?

25. September 2017

Rezension Veit Heinichen - Scherbengericht

"Scherbengericht" ist mittlerweile der zehnte Krimi, den Veit Heinichen in seiner Wahlheimat Triest mit dem sympathischen  Commissario Proteo Laurenti als Hauptfigur spielen lässt. Wer die früheren Romane nicht kennt,  braucht sich aber keine Sorgen zu machen: Die Geschichte lässt sich tadellos ohne Vorkenntnisse lesen - höchstens der eine oder andere Aha-Effekt wird einem entgehen :).

Zum Inhalt:


Vor Jahren wurde Aristèides Albanese wegen Totschlags verurteilt, zwölf Zeugen sagten damals einhellig aus, dass er die Tat begangen hat. Nun hat er 17 Jahre abgesessen und ist wieder in Freiheit. Aber ging wirklich alles mit rechten Dingen zu? Auf einmal ist einer der Zeugen tot, offensichtlich vergiftet. Proteo Laurenti ermittelt - und stößt nicht nur in der Vergangenheit auf Ungereimtheiten ...

Meine Meinung:


Ich weiß gar nicht mehr, wann mir das erste Buch dieser Krimireihe zum ersten Mal in die Hand fiel. Auf jeden Fall ist es schon eine ganze Weile her ... Jedes neue Buch fühlt sich daher mittlerweile fast ein bisschen wie ein literarisches Heimkommen an, wie eine warme gemütliche Decke, die man sich nach langer Zeit endlich wieder einmal überziehen kann ...

In seinem neuen Buch bleibt Heinichen seinem gewohnten Schema treu, wie üblich verwebt er den Krimi mit sozial- und gesellschaftskritischen Kommentaren, für die er auch außerhalb seiner Bücher bekannt ist. Man merkt ihm an, dass er mittlerweile schon recht lange in Triest lebt und sich auch mit der Geschichte der Stadt auseinandergesetzt hat.

Obwohl der Klappentext suggeriert, dass sich die Handlung hauptsächlich auf Aristèides konzentriert, kommt zu Beginn der Geschichte gleich einmal eine englische Reederin griechischer Herkunft zu Tode. Ist sie vom Balkon ihres Hauses gefallen oder wurde sie gestoßen? Laurenti wird wieder einmal in wirtschaftlich-politische Interessen hineingezogen, die er eigentlich gar nicht verfolgen mag.

Gleichzeitig begleiten wir Aristèides bei seinen ersten Unternehmungen in Triest und es wird schnell klar, dass sich der Mann auf einem Rachefeldzug befindet. Aber was genau hat er vor? Will er die zwölf Personen, die vor 17 Jahren gegen ihn falsch ausgesagt haben, wirklich töten? Oder ihnen nur einen Denkzettel erteilen? Das bleibt im Verhältnis relativ lange im Dunkeln.

Da Aristèides Koch war, gedenkt er auch in der Gegenwart ein kleines Lokal zu eröffnen, um sich und seinen Partner Aahrash, einen Pakistaner, durchzubringen. Heinichen nutzt diese Gelegenheit, immer wieder über die triestinische Küche zu schreiben ...

Woher der Autor seine Inspiration dafür bezieht, ist nicht schwer nachzuvollziehen, wenn man weiß, dass er mit Amy Scabar, einer triestinischen Haubenköchin, zusammen ist. Ich kann daher nur sagen, besser nicht lesen, wenn man hungrig ist, es läuft einem sonst nur das Wasser im Mund zusammen :D.

Zum Ende: Dass Heinichen nicht immer ein "rundes" Ende schreibt, weiß ich noch von früheren Büchern. Trotzdem hatte ich dieses Mal das Gefühl, dass er fast ein bisschen zu rasch aus der Geschichte aussteigt, dass viele Fragen offen bleiben, viele angerissene Dinge nicht mehr aufgegriffen werden. Da hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen.

Mein Fazit:


"Scherbengericht" ist ein typischer Heinichen. Wer sich hier einen klassischen Krimi-Plot erwartet, wird bestimmt ein wenig enttäuscht werden. Wer aber auch Triest auf unterhaltsame Art kennenlernen will, etwas über die Problem wissen möchte, mit denen die Stadt heutzutage zu kämpfen hat, ist mit dem Buch sicher gut bedient.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 352 Seiten
  • Piper
  • 978-3492977616

22. September 2017

Coververgleich "Das Fundament der Ewigkeit"

Beim Erstellen dieses neuen Coververgleichs habe ich mich geschreckt. Ganz ehrlich! Warum? Weil der letzte, den ich gemacht habe, im April online gegangen ist. Ich wollte zwar im Sommer einen schreiben, aber es hat nicht sein sollen ...

Das Erscheinen von Ken Folletts "Das Fundament der Ewigkeit", dem langersehntem dritten Teil der Kingsbridge-Reihe (Ja, jetzt kann man schon mit gutem Gewissen von einer Reihe sprechen!), hat mich allerdings dazu gebracht, mich auf die Suche nach den unterschiedlichen Covern dieses Buchs zu machen. Und da Follett ja kein ganz Unbekannter ist, sind bereits kurz nach Verkaufsstart einige unterschiedliche Cover zu finden :).

Klappentext:
1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.

Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Historische Romane finden sich mittlerweile kaum noch auf meiner Leseliste, aber ich mache zumindest gelegentlich Ausnahmen. Und wo Follett draufsteht, kann man davon ausgehen, wirklich etwas Fesselndes und Lehrreiches zugleich serviert zu bekommen :).

(Deutsch #1) (Englisch US #1)

Das deutsche und das us-amerikanische Cover zeigen bereits schön, was mir gleich als erstes aufgefallen ist - der deutsche Titel hat mit dem Originaltitel nicht viel gemeinsam. Aber vielleicht zeigt sich beim Lesen, welches Fundament gemeint ist und was es mit einer Feuersäule zu tun hat?

Bastei Lübbe hat den Preis für das deutsche Hardcover ja deutlich höher angesetzt, als normalerweise üblich ist. Die über 1100 Seiten sind aber wirklich sehr hübsch gestaltet worden, der Titel und das runde Ornament (Weiß jemand, was es darstellt?) schimmern golden, im Buch selbst sind Zeichnungen eingearbeitet, die an historische Stiche erinnern. Wirklich schön!

Ich habe online durch die englische Ausgabe ein wenig geblättert, auch diese ist durchaus hübsch gestaltet, fällt im Vergleich zur deutschen aber ab. Dafür ist es auch etwas preiswerter zu haben. Follett-Fans wird die deutsche Ausgabe freuen, die Leser wohl eher weniger (selbst die E-Book Ausgabe schlägt noch mit 26 Euro zu Buche!).

(Englisch GB #2)(Portugiesisch)(Finnisch)

Die britische, portugiesische und finnische Ausgabe haben alle eines gemeinsam: Sie besitzen denselben Hintergrund. Bei der Anordnung des Titels gibt es allerdings Abweichungen. Die kursiven Buchstaben finde ich aber keine gute Wahl, das Cover wirkt dadurch deutlich unruhiger.

(Spanisch #1)(Spanisch #2)(Dänisch)

Für die spanische Ausgabe habe ich sogar zwei Cover gefunden, die sich zwar recht ähnlich sind, aber doch kleine Unterschiede aufweisen, bei den Ornamenten beispielsweise. Hier konnte ich mich tatsächlich nicht entscheiden, welches ich weglassen sollte, daher hab ich doch beide reingenommen :). Das dänische orientiert sich an dem amerikanischen Cover, hat aber Gott sei Dank nicht die kursiven Buchstaben übernommen ...

(Italienisch)(Polnisch)(Niederländisch)(Schwedisch)

In die letzte Reihe habe ich bewusst die Cover gesetzt, die von der amerikanischen oder britischen Ausgabe deutlicher abweichen. Die italienische deutet meiner Meinung nach schon sehr gut an, worum es in dem Roman auch geht - um die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten. Die Krone ist zwar keine Tiara, die Blume darunter auch keine Lutherrose, aber eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden ...

Das polnische Cover geht auf einen anderen Aspekt der Geschichte bzw. des Romans ein, vermute ich. Das Schiff steht nämlich sehr wahrscheinlich stellvertretend für die Armada, die Spanien im 16. Jahrhundert gegen England geschickt hat und die kläglich gescheitert ist. Das niederländische Cover geht ebenfalls darauf ein, ich finde es aber nicht so gelungen. Da denkt man als erstes an einen Seefahrtsroman und der Titel, der im Deutschen "Das ewige Feuer" bedeutet (Ich hab es Google übersetzen lassen), wirkt da wie ein sehr krasser Kontrast dazu.

Das schwedische Cover hat sich - denke ich - Elisabeth I. zum Motiv genommen. Der strenge Blick der Frau, die hochgeschlossene Kleidung lassen jedenfalls darauf schließen, die "jungfräuliche Königin" vor sich zu haben (Sie hat bekanntermaßen nie geheiratet). Dadurch dass das Bild so an den Rand gerückt wurde, wirkt das Cover auf mich aber auch nicht sehr schön.

Ich glaube, mein persönlicher Favorit ist dieses Mal das spanische Cover, und zwar das erste der beiden. Gefolgt von unserem deutschen Motiv. Aber auch das italienische dunkle Motiv finde ich reizvoll. Am wenigsten gefallen mir das polnische, niederländische und schwedische Cover.

Wie sieht's bei euch aus? Was gefällt euch am besten? Was am schlechtesten?

19. September 2017

Vom SuB befreit: Todesreigen

Ich habe wieder einmal ein Buch vom SuB befreit. Okay, das klingt jetzt so, als ob es wirklich lange dort gelegen hätte (dem war nicht so), aber eigentlich wollte ich es ja gar nicht erst dorthin befördern ... Ein Buch eines Lieblingsautors am SuB? Eben!


Es haben sich in letzter Zeit allerdings einige Rezensionsexemplare eingeschlichen, da mussten sogar die Lieblinge einige Zeit zurückstehen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Endlich durfte "Todesreigen" von Andreas Gruber dran glauben, der aktuell vierte Teil der "Todes"-Reihe des Autors.

Klappentext:
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez - Kommissarin und Ausbilderin beim BKA - misstrauisch.

Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen.

Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ...

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Da ich mittlerweile den Veröffentlichungen von Andreas' Bücher in der Regel schon entgegen fiebere, braucht es gewöhnlich nicht lange, bis ich in die Buchhandlung pilgere, mir die Bücher abholen. Tja, und dann drängten sich diverse andere Bücher leider (wieder einmal) vor ...

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Im September passte es hervorragend zum aktuellen Thema der Motto Challenge (Gesichter bzw. Tiergesichter) - und es liegt nur noch ein Rezi-Ex hier ...

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Obwohl gut ein Jahr vergangen ist, seit ich den Vorgänger "Todesmärchen" gelesen hatte, war ich sofort wieder drin. "Todesreigen" setzt einige Zeit nach den Ereignissen ein, wo wir Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez verlassen haben. Ich gehe jetzt bewusst nicht näher darauf ein, da der vierte Teil zwangsläufig schon spoilert, wenn man die vorigen Teile - vor allem "Todesmärchen" - nicht kennt.

Wie schon von Andreas gewohnt, katapultiert er einen unmittelbar in die Handlung, einen ersten Schockmoment hatte ich schon nach den ersten 30 Seiten ... Danach wird das Tempo allerdings etwas ruhiger, es gibt wie schon im letzten Teil zwei Zeitebenen, auf denen wir erfahren, was Ende Mai bzw. Anfang Juni passiert.

Aufgrund der Ereignisse aus Teil 3 ist Sabine gezwungen, erst einmal alleine zu ermitteln bzw. sich neue Helfer zu suchen. Maarten dagegen kocht sein eigenes Süppchen, dies zeigt sich vor allem in der zweiten Hälfte des Romans sehr deutlich. Sogesehen nichts Neues, trotzdem darf er eine neue Seite von sich zeigen, die ich sehr spannend fand.

Überhaupt hatte ich dieses Mal das Gefühl, dass Andreas ganz bewusst alle bisherigen, bereits liebgewonnenen Fakten, Figuren etc. durcheinander würfelt, um etwas Neues zu schaffen. Sicherlich nicht so einfach für alle, die sich an bestimmte Dinge gewöhnt haben.

Und auch wenn sich die eine oder andere nicht nachvollziehbare Einzelaktion eingeschlichen hat, schaffte es Andreas erneut, dass ich vor allem ab der Mitte immer mehr das Tempo beim Lesen anzog (obwohl ich mir wirklich vorgenommen hatte, dieses Mal langsam zu lesen, tja, das hat wohl nicht sollen sein).

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Wie immer bin ich durch die Seiten fast nur geflogen, daher bekommt das Buch von mir trotz einiger kleiner Mängel vier Sterne. Tipp: Unbedingt die früheren Teile vorher lesen, sonst tut man sich nur unnötig schwer!

15. September 2017

SuBventur / 15.09.2017

Wieder ist ein Monat vergangen und es ist Zeit für die SuBventur. Infos dazu, was das ist, findet ihr auf KeJas-BlogBuch, die beiden Mädels Janna und Kerstin haben diese Aktion im Frühjahr gestartet. Werfen wir aber nun zusammen einen Blick auf das, was sich seit Mitte August auf meinem SuB getan hat :).


Gleich mal vorne weg: Es gibt ein leichtes Minus, aber nur ein leichtes. Und eigentlich auch nur deswegen, weil ich die dünnen Geschichten, die Romanhefte, angefangen habe wegzulesen. Ich habe schon öfter überlegt, ob ich die eigentlich zum SuB dazu zählen soll oder nicht, aber letztlich sind es trotzdem Geschichten, wenn auch in kürzerer Form als normale Romane.

Einige Abgänge habe ich auch zu verzeichnen, weil ich wieder aussortiert habe. Das Buch-Speeddating ist in diesem Fall wirklich recht dankbar. Besonders deswegen, da ja permanent Gebrauchte als Geschenk zu mir finden ... Da ich mir die selten selbst aussuche, sondern einfach unter die Nase gehalten bekomme, sage ich oft Ja und schaue mir dann erst später an, ob ich sie wirklich lesen will :D.

SuBventur Stand 15.09.2017

Insgesamt: 25 (3 weniger seit dem Vormonat)



SuB / Stapel ungelesener Bücher

01. J.J. Abrams & Doug Dorst - S "Das Schiff des Theseus"
02. Melanie Lahmer - Knochenfinder
03. Sarah J. Maas - Empire of Storms
04. Daniel Wolf - Das Gold des Meeres
05. Sebastian Fitzek - Das Paket
06. Laurie R. King - Die Gehilfin des Bienenzüchters
07. Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler
08. Christian Endres - Sherlock Holmes und die tanzenden Drachen
09. Andreas Gruber - Jakob Rubinstein
10. Wulf Dorn - Trigger
11. Ursula Poznanski - Aquila (NEU)
12. Michelle Birkby - The Women of Baker Street (NEU)
13. Karen Chance - Blutrot (NEU)
14. Sebastian Fitzek - Noah (NEU)



SuE / Stapel ungelesener E-Books

15. Nele Neuhaus - Im Wald
16. Martina Richter - Mopsnacht
17. Mary E. Pearson - The Beauty of Darkness
18. Rainbow Rowell - Fangirl
19. Graham Moore - The Sherlockian (NEU)
20. Jennifer Wellen - Lost in Pain (NEU)
21. Veit Heinichen - Scherbengericht (NEU)
22. John Boyne - The Boy at the Top of the Mountain (NEU)



SuR / Stapel ungelesener Romanhefte

23. bis 24. Perry Rhodan Miniserie Terminus 9 - 10 (NEU)



SuH / Stapel ungelesener Hörbücher

25. Ken Follett - Das Fundament der Ewigkeit (NEU)



Abgänge

Vom SuH: Leonie Swann - Gray ⭐️⭐️⭐️
Vom SuH: Emma Garnier - Grandhotel Angst ⭐️⭐️

Vom SuE: Marah Woolf - Götterfunke: Liebe mich nicht ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Joyce Summer - Madeiragrab (Rezension hier)
Vom SuE: E.O. Chirovici - Das Buch der Spiegel ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Carsten Steenbergen & T.S. Orgel - Steamtown "Die Fabrik" ⭐️⭐️⭐️
Vom SuE: Caroline Brinkmann - Die Perfekten (Rezension hier)
Vom SuE: Magdalena Nirva - Magdalena 24h (aussortiert)

Vom SuB: Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht (abgebrochen)
Vom SuB: Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt (aussortiert)
Vom SuB: Deborah Harkness - Das Buch der Nacht (aussortiert)
Vom SuB: Beate Maly - Tod am Semmering ⭐️⭐️⭐️
Vom SuB: Jay - Sherlock: Der blinde Banker ⭐️⭐️⭐️⭐️

Vom SuR: Perry Rhodan Terminus Miniserie Terminus 1 - 8



Ich höre / lese gerade

Vom SuH: Mona Kasten - Coldworth City

Vom SuB: Andreas Gruber - Todesreigen



Fazit / Erkenntnis

Ich habe es ja schon letztes Mal vorausgesehen, dass mein SuB-Abbau in Bedrängnis geraten wird, wenn jetzt im Herbst so viele interessante Buchtitel herauskommen werden. Und besonders "Das Fundament der Ewigkeit" ist als Buch ja ein ausgemachter Wälzer ... In diesem Fall war ich aber wirklich sehr glücklich, dass es auch wieder die Fassung mit Joachim Kerzel gibt. Mittlerweile ist er nicht mehr der Jüngste, deswegen wusste ich nicht, ob er überhaupt noch Sprechrollen übernimmt, aber offensichtlich tut er es doch. Dafür nehme ich sogar in Kauf, dass es "nur" die gekürzte Fassung ist ...

Falls es jemandem aufgefallen ist, dass die Liste nun eine andere Sortierung hat: Ich habe mal versucht, sie nach Eintreffen auf meinem SuB zu sortieren. Erleichtert es, sie zu aktualisieren, indem ich die Neuzugänge einfach nur unterhalb dazu schreiben muss.

Und falls sich jemand wundert, warum ein neuer Fitzek bei mir gelandet ist: Ich hab ihn - erraten - wieder einmal geschenkt bekommen :). Hier weiß ich wirklich noch nicht, ob mich "Noah" interessiert (Scheint auffallende viele Parallelen zu Dan Browns "Inferno" zu geben?), aber gut, jedes Buch bekommt eine Chance, wenn es sich spannend anhört - und vielleicht finde ich irgendwann doch noch den einen Fitzek, der mich wirklich umhaut :D.

Die nächste SuBventur übrigens - das kann ich jetzt schon mit gutem Gewissen ankündigen - wird nicht zum 15. Oktober erscheinen, sondern erst etwas später. Der Sonntag ist nämlich zufälligerweise letzter Buchmessetag und da will ich nicht die Hand ins Feuer legen, dass da nicht einige Neuzugänge genau um die Zeit zu mir finden werden ...